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Wie die Welt in den Kopf kommt

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Objektformen,  durch  ständig  neue  Wahrnehmungen  überschrieben  wird.  Aber  der
Abstand  kann  seinerseits  über  den  Abziehbildsignalfluss  zeitcodiert  w erden,und
durch  eine  weitere  zeitaktive  Ebene  können  diese  Abstände  dauerhaft  erfasst  w er-
den.  
Die  Neuronen  dieser  Ebenen  sprechen  nun bereits auf Signalfolgen an, die extrem
selten  vorkommen,  Signalfolgen,  die  nur  bei  einer  ganz  bestimmten  räumlichen  
Konstellation  visueller Reize auftreten. Wenn ein Neuron nur auf einen b estimmten
Reiz  anspricht,  der  ansonsten  im  Alltag  nicht  vorkommt,  dann  wird  es  auch  nicht
ständig  in  einer  neuen  Situation  aktiv.  Es  wird  nicht  ständig  neue  Verbindungen
eingehen.  Das  heißt  seine  Verschaltung  wird  nicht  durch  ständig  neue  Situati onen
überschrieben. Es erkennt also dauerhaft eine bestimmte räumliche Konstellation. Es
erkennt  zum  Beispiel  ein  Objekt.  Man  kann  auch  sagen,  es  repräsentier tdieses
Objekt im Gehirn.  
Damit haben wir eine Vorstellung, wie visuelle Objekterkennung ablaufen kann. Aber
ein  kleines  Problem  ist  noch  offen:  Wenn  visuelle  Eindrücke  durch  Zeitcodierung
erkannt werden, so braucht es natürlich auch eine kurze Zeit, um sie auszuwerten.
Für diesen kurzen Zeitraum muss das Bild fixiert werden. Dies geschieht einerseits
durch die sakkadische Augenbewegung (Berhill und Stark 1987, S.68), andererseits
dadurch,  dass das Bild zwischengespeichert wird (Wesenick u.a. 2000).  Wenn sie  
jemanden bitten, mit seinen Augen einen Kreis zu ziehen, so können sie beobachten,
dass sein Auge nicht regelmäßig im Kreis wandert, sondern dazwischen immer wie-
der stecken bleibt und sprunghaft weiterwandert. Wir fixieren einen Eindruck, bis er  
ausgewertet ist, und wandern dann erst mit dem Auge weiter.  
3.5.13 Die Verarbeitung zeitlicher Signale des auditiven Systems Was das Hören betrifft, so ist im Gegensatz zum Auge, eine fließende V erarbeitung
der  Information  möglich.  Die  Verarbeitung  beruht  auf  den  selben  Regeln,  wie  die
Auswertung  der  zeitcodierten  visuellen  Information,  sonst  wäre  es  nicht  möglich,
dass  ein  neugeborener  Hamster,  dem  der  Sehnerv  ins  auditive  System  verpflanzt
wird, mit diesem System normal zu sehen lernt (Frost 2000), oder Gehörlose ob ere
Areale  des  Hörsystems  für  andere  Leistungen  nutzen  (Abo-Ticker  19 99.01.14).Die
Grundstruktur  der  Gehirnrinde  muss  im  Ursprung  durchgehend  von  ähnlicher  Be-
schaffenheit sein. Welche Verschaltungen sich dann ausbilden, hängt davon ab, was
darauf an Reizen projiziert wird, und wie diese Projektion aussieht.  
Einen  weiteren  Hinweis  für  die  Ähnlichkeit  der  Verarbeitung  auditiver  und  visueller
Information,  liefern  die  Gestaltprinzipien,  also  die  bekannten  Regeln,  nach  denen
sich etwas zu einer Gestalt abgrenzen lässt, wie Nähe, Ähnlichk eit, gute Fortsetzung
usw. Sie gelten für beide Informationsarten gleich (Holle 1997, Purw ins u.a.2000).  
Was  das  Hören  betrifft,  so  sind  im  Ohr  eigene  Rezeptoren  für  versc hiedene  Fre-
quenzbereiche  nebeneinander  angeordnet.  Genau  auf  diese  Weise  projizieren  sie
ihre Reize über Zwischenstationen auf die Gehirnrinde (Kolb 1996, S. 96).  
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Das adaptive Gehirn: Über Bewegung, Bewusstsein und Verhalten
Siehe auch:
Die Bobath-Therapie in der Erwachsenenneuro...
Erfahrungen mit dem Bobath-Konzept: Grun...
Strukturen und Funktionen begreifen, Band 1:...
Neustart im Kopf: Wie sich unser Gehirn selbst...
Praxis des Bobath-Konzepts: Grundlagen - H...
Durchblick - Wunder des Gehirns
 
   
 
     
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