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ist dieses Phänomen nicht zu erklären. Würden Ereignisse in Form von überlagern- den Frequenzen (Pendellängen) abgespeichert, so müssten diese Längen exakt vermerkt werden, sonst hat ihre Überlagerung nichts mehr mit dem ursprünglichen Ereignis gemein.
3.5.5 Das Sanduhr-Modell
Anders als das Pendel, erfasst die Sanduhr eine Zeitlänge, nicht eine Freque nz. Die Sanduhr startet nach ihrem Ablaufen also nicht automatisch mit dem nächsten Durchgang. Es wird nicht erwartet, dass der Hund in unserem obigen Beispiel ewig weiterbellt. Auch muss die Sanduhr durch irgendetwas gestartet werden. Das kann ein anderes Ereignis sein. Wir erleben die Welt als eine Verkettung von Ereignissen, die einander auslösen. Eine Sanduhr funktioniert nach dem Prinzip des Füllens und Umfülle ns. Das istein Prinzip, das auch für Neuronen vorstellbar ist. In der Elektronik könnten Kondensa- torähnliche Bauteile diese Aufgabe übernehmen. Die Füllmenge der Sanduhr muss nicht vorgegeben sein, sondern könnte von einem davor ablaufenden Ereignis über- tragen werden. Das würde erklären, wie wir es vermögen, den Takt fortz usetzen, den der Dirigent vorgibt. Abgespeichert würden dann nicht direkt die Füllmengen, sondern Relationen bzw. Differenzen von Füllmengen. Es würde durch Verbindungen festgelegt, welche Er- eignisse miteinander in Bezug stehen und eine Zusatzinformation, die Füllmenge würde die Zeitlängen der Ereignisse relativ zueinander beschreiben . Wenn wir nun erkannt haben, dass Füllmengen ausreichen, um Zeit zu repräsentie- ren, dann ist auch klar, dass wir als Zeiteinheit etwas brauchen, das wir als Füllstoff verwenden können, wie die Sandkörner der Sanduhr. Wenn wir diese Idee auf da s Gehirn umlegen, so ist es das Signal des Neurons, das als Fülleinheit dienen kann. Ist ein Neuron für eine gewisse Zeitspanne aktiv, so sendet es innerh albdieser Zeit eine Anzahl an Impulsen. Sie sind die Füllmenge, die die Zeit reprä sentiert, inder das Neuron aktiv war. Tatsächlich gibt es aus der Neurophysiologie ei nen klaren Hinweis auf dieses Prinzip. Bei der Erforschung der neuronalen Reaktionen im audi- tiven System, ist man darauf gestossen, dass oft die Zeiteinheit von 0,4 ms auftritt, bzw. deren Vielfache. 0,4 ms ist die maximale Impusrate der Neuronen (Bleeck 1996). Nun ergibt sich noch die Frage, wie das Gehirn dann Frequenzen verarbeiten kann, die weit schneller schwingen als dieses Maß. Zur Beantwortung dieser Frage will ich an das Frequenzspektrum erinnern, in das der Schall bereits im Ohr zerlegt wird. Die Tonale Anwendung wird bis auf die Hirnrinde übertragen. Klang präsentiert sich dort also als Klangbild (Ehret 1997, Seifert 2002, S.40). Die Maximale Verarbeitungsrate dieser Klangbilder ist 0,4 ms. Die Bildinformation lässt aber erkenne n, welchehohen Frequenzen vorliegen.
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