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verstehen, es zu überprüfen. Wer selbst in diesem Wissenschaftsfel d tätig ist, wird sich dafür interessieren, was das Modell gegenüber anderen auszeichnet. Es ist aus meiner Sicht in sechs Bereichen eine Neuentwicklung, und dem Gehirn ä hnlicherals gängige künstliche neuronale Netze :
1. Das Modell zeigt, wie Verbindungen in beliebiger Richtung zu gleichzeitig aktiven Neuro-
nen, über andere Neuronen hinweg aufgebaut werden können. Es findet dabei (in An- lehnung an den Blitz) den kürzesten Weg und nabelt die Verbindungen ab. Damit ist das Problem kombinatorisch zu zahlreicher Verbindungsmöglichkeiten gelöst, denn es wer- den Verbindungen erst erschaffen, wenn sie gebraucht werden. 2. Durch das, aus Konditionierungsexperimenten bekannte Gesetz der Blockierung, wird
verhindert, dass zu viele Verbindungen entstehen. 3. Die Auslösung erster Handlungen geschieht durch einen Regelkreis, der unseren Er-
kenntnisdrang simuliert. Andere Bedürfnisse kann ein Baby ja noch nicht selbst befriedi- gen (Stangl 2002). Deshalb ist auch nicht vorstellbar, dass sie sein Handeln motivieren, denn ohne Befriedigung findet keine Konditionierung statt. Der Regelkreis, der den Spiel- und Erkenntnistrieb simuliert, ist also für ein selbstlernendes System, das bei Null startet, unumgänglich. 4. Wir verketten nacheinander oft erlebte Reize, und nützen diese assoziativen Verbin-
dungsketten, wenn wir uns etwas vorstellen (Tritschler 2001). Auch Reizbilder werden durch Verbindungen gespeichert, allerdings sind es nun Ketten von zeitgleichen Signa- len, die ich als Und-Verbindungen bezeichne. Es gibt nun keinen Zeitpfeil, der be- schreibt in welcher Richtung diese Ketten durchflossen werden sollen. Da s Signalkönn- te darin ewig im Kreis laufen. Das hier dargestellte Modell löst dieses Problem. 5. Der Abfluss der Signale aus den Und-Verbindungen, führt zu einer Zeitcodierung visuel-
ler Information, die erklärt, warum es für den Menschen optisch ersichtliche und weniger ersichtliche Zusammenhänge in Bildern gibt. Durch diese Zeitcodierung kommt die In- formation nacheinander durch eine Leitung (Damit ist das Bindungsproble mgelöst, und auch die synchronisierten Signale, die man fand, passen in dieses Modell (vergl. Held 2002)). So können relativ wenige Leitungen die Forminformation eines gesamten Objek- tes vermitteln, und an unzählige erkennende Übereinheiten weiterge ben. 6. Es ist meines Wissens nach das erste neuronale Modell, das zeigt warum in Vorstellun-
gen nur eine Sache zu einem Zeitpunkt bewusst gedacht werden kann (seriell), wie dies auch auf unser Gehirn zutrifft. Es zeigt, wie Vorstellungen unser Handeln beeinflussen, und worin sie sich von Wahrnehmungen unterscheiden. 7. Das Modell beschreibt die Hardware eines Kunsthirns, welches Ver haltenaufgrund
innerer Vorstellungen kontrolliert. Es muss in ein mobiles System integriert sein, dessen Sensoren Reize aus der Umwelt empfangen, durch die es programmiert wird. Seine Vorstellungen davon, welche Zukunft eintreten wird, sind abhängig von den Konsequen- zen, die es auf sein Verhalten erwartet. Man kann das Neuronale Netz erziehen, indem man ihm Konsequenzen für sein Verhalten prophezeit. So ist es für jeden Menschen ohne Vorbildung verwendbar.
Die Verarbeitungsprozesse natürlicher Gehirne werden abstrahiert wiedergegeben, so wie ein Baggerarm eine Abstraktion unseres Armes ist. Ziel war es, ein logisch stimmiges Modell zu schaffen, das in Hinsicht auf die Fähigkeit zur Selbstverschal- tung analoges leistet und im Rahmen der Künstlichen-Intelligenz-Forschung ver-
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