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3.4.7 Der Abfluss der Signale am Beispiel räumlich getrennter Punkte
Wir wissen, dass das Gehirn alle Informationen durch Verbindungen beschreibt. Würde es alle erdenkbaren räumlichen Bezüge durch Verbindungen abspeichern, für jede abgespeicherte Verbindung ein Neuron gründen das diese Verbindung rep rä- sentiert, und dann den räumlichen Bezug solcher Neuronen durch weiter e Verbin- dungen abspeichern, denen wieder Neuronen zugeordnet werden usw., dann käme es an kein Ende. Die folgende Grafik beweist, dass ausgehend von drei Au sgangs- punkten, bereits ein unendlicher Verbindungsprozess in Gang käme, zumindest wenn die Feinheit der Auflösung unendlich wäre.
Tatsächlich führt das bisher besprochene Signalflussmodell, wenn es richtig verst an- den wird, nicht zu der hier dargestellten Verbindungsflut. Um zu verstehen warum nicht, vergegenwärtigen wir uns doch noch einmal die Grafik mit den Symmetrieach- senskeletten. Wir sind dort davon ausgegangen, dass auf unterster Ebene der visuel- len Verarbeitung, alle Zellen mit ihren Nachbarn verbunden sind. Sie sag en voraus, dass der benachbarte Bildpunkt meist gleich gereizt ist. An den Konturen kommt es zum Voraussagefehler. Von dort startet das Fließsignal. Es durchwandert die Ver- bindungskette (Verbindungsfäche), die aus einer Unsumme von Verbindungen be- steht, und bündelt die gesamte Information in deren Zentrum. Dort kan n sie nicht mehr weiterfließen und tritt aus der Ebene. Die Verbindungskette im obigen Beispiel besteht demgegenüber nicht aus einer Unsumme von Verbindungen, sondern aus genau 6. Die Verbindungen werden im visuellen System keinen dauerhaften Bestand haben, aber vorerst werden sie geknüpft und bleiben zumindest lange genug auf- recht, damit die Information zeitcodiert werden kann.
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