Title:

Wie die Welt in den Kopf kommt

Home
deutsch
  
ISBN: 3170193554   ISBN: 3170193554   ISBN: 3170193554   ISBN: 3170193554 
 
|<< First     < Previous     Index     Next >     Last >>|
  Wir empfehlen:       
 

lows klassische Konditionierung bereits eine assoziative Konditionierung war. (Mehr
dazu bei Zimbardo 1995, S.294).
Frage:  Wie  sieht  es  in  der  Black-Box  "Gehirn"
aus; Welche Art der Verbindung entsteht?
Experiment:  Phase   1:   Im   Käfig   eines   Hundes   er-
scheint  mehrmals  am  Tag  rotes  Licht  und  dazu  die
Glocke.  
Phase  2:  Pawlow:  Vor  dem  Futter  kommt  immer  die
Glocke.  
Phase 3: Kontrolle: Speichelt der Hund auf rotes Licht?  
In  Phase  1  könnte  eine  Verbindung  Rotlicht-Glocke
entstanden  sein.  Eine  direkte  Verbindung  zu  R  kann
nicht entstanden sein.  
Ergebnis: Hund speichelt. Das beweist, dass Signale in
Stimuliketten  fließen  (=  Assoziative  Konditionierung,
Zimbardo 6. S. 294)
In dem im Kasten beschriebenen Versuch kann keine Verbindung zwischen Rotlicht
und  speicheln  entstanden  sein,  da  in  der  Konditionierungsphase  mit  dem  Rotlicht
kein  Futter  angeboten  wurde.  Es  kann  also  nur  über  eine  Verbindung  von  Rotlicht
und  Glocke  dazu  kommen,  dass  der  Hund  in  Phase  3  auf  Rotlicht  speichelt.  Die
Stimuliverkettung Rotlicht-Glocke wurde ohne Belohnung rein durch die Beobachtung
eines  statistisch  häufigen  Zusammentreffens  erworben.  Das  bedeutet  es   warnoch
kein Speicheln, also keine Reaktion im Spiel. Die obere der beiden Grafiken ist also
die richtige. Sie zeigt eine Verbindungskette, über die Signale der R ealitätvorausei-
len  können.  Damit  ist  bewiesen,  dass  Signale,  über  Verbindungsketten  fließen.  
Pawlows Konditionierung dient im realen Leben dazu, eine Voraussicht der Welt zu
erwerben. Reaktionen sind dazu nicht notwendig. Erst in Skinners Experimenten zur
operanten  Konditionierung  (Zimbardo  1995,  S.305)  geht  es,  wie  im  Zirkus,  um  den
Erwerb  neuen  Verhaltens.  Pawlow  hingegen  ist  allein  mit  Statistik  zu  simulieren.
Verhaltensmutation und Selektion finden nicht statt. Bayesianische Netze simulieren
also  Pawlow.  
Die  assoziative  Konditionierung  wurde  auch  mittels  Elektroden  in  Seeschnecken
herbeigeführt und am offenen Neuronennetz beobachtet (Byrne 2002, Graham 2002,  
Birbaumer  1997,  S.585).  Inzwischen  gibt  es  zahlreiche  Hinweise  auf  Stimuliverket-
tungen  im  Gehirn  (Tritschler  2001).  Der  Glaube  an  reines  Reiz-Reaktions-Lernen
gehört der Vergangenheit an. Wenn wir uns die Welt vorstellen, so des halb, weilwir
Abfolgen von aneinandergeketteten Stimuli erlernt haben.  
3.1.2   Wir treffen Voraussagen aufgrund eines statistischen Lernmechanismus    Wenn ein Wissenschafter eine Voraussage über die Zukunft machen will,  so bedient
er sich statistischer Verfahren. Wir kennen keine anderen Verfahren, um Vorauszu-
sagen zu entwickeln. Tatsächlich gibt es inzwischen viele Untersuchungen, die  zei-
39
  
Spezielle zerebrovaskuläre Krankheiten: Intrakranielle Blutungen, Thrombosen und Ischämien
von Darius G. Nabavi,
E. Bernd Ringelstein
Siehe auch:
Der ischämische Schlaganfall: Eine praxi...
Parkinson-Syndrome: Grundlagen, Diagnostik u...
Multiple Sklerose: Klinik, Diagnostik und Therapie
Neuromuskuläre Erkrankungen
Traumatische Schädigungen des Nervensystems
Paroxysmale Störungen in der Neurologie
 
   
 
     
|<< First     < Previous     Index     Next >     Last >>| 

Back to the topic site:
ScientificPublication.com/Startseite/Wissenschaft

External Links to this site are permitted without prior consent.
   
  Home  |  deutsch  |  Set bookmark  |  Send a friend a link  |  Copyright ©  |  Impressum