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Wie die Welt in den Kopf kommt

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Selbst tausende Bilder pro Objekt würden noch kein sicheres Erkennen garantieren.
Abgesehen davon ergibt sich die Frage, welcher Mechanismus all diese Bilder, wenn
sie als Schablonen gespeichert wären, einem einzigen Objekt zuordnet?   
Indem man Kohonen-Netze mehrschichtig organisiert, kann man zwar erst Merkmale
ausfiltern, und in einer gröberen Schicht diese zueinanderfügen. Damit reagiert  das
System  weniger  sensibel  auf  die  Position  eines  Objektes,  aber  eine  Drehu ngoder
Größenänderung  ist  damit  noch  nicht  zu  verarbeiten.  Und  wie  wir  oben  gesehen
haben, ist ja die Position nur eines von vielen schwer zu lösenden Problemen bei der
Objekterkennung. Auch ist damit nicht zu erklären, warum manche Zellen im Gehirn,
ihrem  Reaktionsverhalten  nach,  eher  eine  Vektorverarbeitung  visueller  In formation
nahelegen (Spitzer S. 82).   
2.1.4   Auf Synchronisation beruhende Netze Es  ist  bekannt,  dass  unser  Gehirn  Erfahrungen  nach  den  Regeln  bayesianischer
Statistik gewinnt, denn diese Regeln entsprechen ziemlich genau den, in der Psycho-
logie  erforschten  Konditionierungs-  und  Lernregeln  (Mischo,  C.  2002).  Wir  ha ben
eine angeborene Fähigkeit, die Wahrscheinlichkeit abzuschätzen, mit der  ein schon
öfter  erlebter  Zusammenhang  wieder  eintreten  wird  (Abo-Ticker  2002.0 1.24,    Abo-
Ticker  2002.03.25,  WSA  2002.11.29).  Ein  erster  Ansatz,  zu  klären  wie   dasGehirn
solche  Zusammenhänge  herstellt,  und  dabei  dem  beschriebenen  Kapazitätskollaps
entgeht, besteht in der Entdeckung synchronisierter Signale.  
Warum Synchronizität hilft Kapazität zu sparen, will ich anhand de s rosenblattschen
Bindungsproblems  erklären  (Gruber  2000,  S.94).  Stellen  wir  uns  vor,  unser  Gehirn
verfügt über Einheiten, die Merkmale auswerten, wie zum Beispiel d en Ortoder die
Form  eines  Objektes.  Nehmen  wir  an,  ein  Objekt  ist  dreieckig  und  in  der  unter en
Bildhälfte. Dann wird die Einheit, welche den Ort verarbeitet „unten“ melden,  und die
Einheit welche die Form verarbeitet, wird „Dreieck“ melden.  
o
u
Was passiert nun, wenn wir oben zusätzlich ein Viereck haben? Dann wird die Ein-
heit, die „oben“ meldet ebenfalls aktiv, und auch die Einheit fü r „Viereck“.  
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Geist, Gehirn, Maschine: Philosophische Versuche über ihren Zusammenhang
Siehe auch:
Wittgensteins "Tractatus": Ein Kommentar
Kants "Kritik der reinen Vernunft". Ein systemati...
Leben als Maschine?: Von der Systembiologie zur...
Der Mensch eine Maschine.
Quantentheorie und Philosophie: Vorlesungen...
Grundprobleme der Philosophie des Geistes: Eine...
 
   
 
     
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