Title:

Wie die Welt in den Kopf kommt

Home
deutsch
  
ISBN: 3131021330   ISBN: 3131021330   ISBN: 3131021330   ISBN: 3131021330 
 
|<< First     < Previous     Index     Next >     Last >>|
  Wir empfehlen:       
 

Konditionierungsexperimente  sind  mit  Bayes  zu  simulieren,  und  Mehrschich tnetze
erledigen Buchstaben- bzw. Mustererkennung. Somit mag es so aussehen, als wäre
durch  deren  Kombination  alles  gelöst.  Irrtum!  Mehrschichtennetze  brauchen  einen
Trainer,  und  als  Trainer  kann  das  Bayesnetz  nicht  dienen,  denn  es  ist,  solange  es
noch  nie  einen  sinnvollen  Input  aus  dem  Mehrschichtennetz  bekommen  hat,  nicht
arbeitsfähig, und das Mehrschichtennetz kann nicht ohne Bayesschen Tr ainer. Die-
ses Problem scheint durch das Kohonen-Netz lösbar:  
2.1.3   Das Kohonen Netzwerk Ein Kohonen-Netz besteht aus einer Projektionsschicht, und einer Kohonen-Schicht
(Ausgabeschicht). Es kann lernen Reize differenziert wiederzuerkennen, ohne dabei
einen Trainer zu benötigen. Was oft wiederholt eingetreten ist, erobe rt auf der Koho-
nen-Schicht  einen  eigenen  Platz.  Man  kann  sagen,  auf  der  Schicht  entsteht  eine
Karte,  in  der  oft  Wahrgenommenes  mehr  Platz  einnimmt.  Spitzer  geht  in  „ Geist  im
Netz“ auf diesen Netztypus ausführlich ein und erläutert viele  Experimente indenen
Parallelen  zur  Organisation  der  Karten  im  Gehirn  gezeigt  werden  konnten  (S.103-
124, S.247-167), vom Hörsystem der Fledermaus bis hin zum assoziativen De nken.
Ich  will  mich  hier  auf  eine  kurze  Beschreibung  dieses  Netztypus  am  Beispiel  der
Buchstabenerkennung beschränken, da es mir ja nur um die Abgrenzung zu meinem
Modell geht.  
Nehmen wir also an, ein Kohonen-Netz soll Buchstaben erkennen. Jedes Neu ronder
Input-Schicht  hat  eine  Leitung  zu  jedem  Neuron  der  Kohonen-Schicht  (Output-
Schicht). Ein Kohonen-Neuron erhält also von jedem Bildpunkt des Buc hstabens ein
Signal. Ziel ist es nun, dass das Neuron eine Art Schablone entwickelt, die so g enau
auf  einen  bestimmten  Buchstaben  zutrifft,  dass  er  von  allen  anderen  Buchstab en
zuverlässig differenziert werden kann. Es darf aber nicht jedes Neuron der Kohonen-
Schicht den gleichen Buchstaben erkennen, sondern es soll sich für je den Buchsta-
ben ein eigenes Neuron entwickeln.  
Zur  Lösung  dieses  Problems  ist  es  notwendig,  dass  die  Neuronen  der  Ko honen-
Schicht seitlich miteinander kommunizieren. Sie tun dies nach dem Zentrum/Umfeld-
Prinzip.  Erhält  ein  Neuron  einen  Input,  so  vergleicht  es  diesen  zunächst  mit  seiner
Schablone.  Sind  die  Bildpunkte  einander  durchschnittlich  ähnlich,  so  nähert  es  die
Schablone noch weiter an den Input an. Zusätzlich sendet es nun ein Signal an sein
Umfeld, das bewirkt, dass auch die Schablonen direkt umliegender Neuronen an den
Input angenähert werden. Auf weiter entfernte Neuronen wirkt dieser seitliche Input
jedoch gegengleich, das heißt deren Schablonen werden dem Reiz unä hnlicher.  
Diese Mechanik hat zur Folge, dass entfernte Neuronen nicht den gleichen Buchsta-
ben  repräsentieren  können.  So  entsteht  ein  Reaktionsbild  (Karte) ,  in  demähnliche
Buchstaben im Netz nahe nebeneinander repräsentiert sind.   
Was bedeutet in diesem Zusammenhang eigentlich „Ähnlichkeit“? Ganz einfach: Da
die Buchstaben durch ein Pixelbild mit Graustufen dargestellt sind, wird eine Schab-
lone der  Vorgabe  dann  „ähnlicher“, wenn der Grauwert jedes Pixels der Schablone
ein wenig an den Grauwert der Vorgabe angenähert wird.  
18
  
Farbkodierte Duplexsonographie der hirnversorgenden Arterien. Buch und CD-ROM
Sonstige Artikel:
PRINCE2:2009 - für Projektmanagement mit Methode: Grundlagenwissen und Zertifizierungsvorbereitung für die PRINCE:2009-Foundation-Prüfung
Max Weber Gesamtausgabe. Studienausgabe: Max Weber Studienausgabe: Band I/21: Die Wirtschaftsethik der Weltreligionen. Das antike Judentum. Schriften und Reden 1911-1920: Abt. I/21/1
von Max Weber,
Eckart Otto
Astronomie und Astrophysik: Ein Grundkurs
 
   
 
     
|<< First     < Previous     Index     Next >     Last >>| 

Back to the topic site:
ScientificPublication.com/Startseite/Wissenschaft

External Links to this site are permitted without prior consent.
   
  Home  |  deutsch  |  Set bookmark  |  Send a friend a link  |  Copyright ©  |  Impressum