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Nun bin ich kein Experte in Bayesschen Netzen, aber ich beobachte, dass in Texten darüber gerne das Kapazitätsproblem behandelt wird (Plach 1999), und es ist ein- sichtig warum: In der obigen Grafik sind alle möglichen Zweierverbind ungen zwi- schen 10 Neuronen dargestellt, wobei die, durch Erfahrung verstärkten, rot einge- zeichnet sind. Aber genaugenommen müssen auch alle höherzahligen V erbindungs- kombinationen möglich sein, denn Objekte sind nicht durch Zweierverbindungen, sondern erst durch eine Kombination aus vielen Bildpunkten beschreibbar. Selbst wenn wir von höheren Reizen ausgehen, wie dem Rotlicht oder der Glocke, sind Zweierverbindungen nicht ausreichen, denn wir können einem Hund beibr ingen,dass Futter nur nach einer Kombination von Rotlicht und Glocke auftritt, nicht bei aufein- anderfolgenden Einzelreizen. Wenn das Gehirn keine neuen Verbindungen schafft, sondern nur vorhandene verstärkt, müssten alle Verbindungskombinationen poten- tiell vorhanden sein, damit sie gegebenenfalls verstärkt werden können. Wie viele Verbindungskombinationen ergeben sich zum Beispiel bei 10 Neuronen? Zählen wir erst einmal die Zweierverbindungen. Jede Zelle kann mit je der anderen verbunden werden, außer mit sich selbst, also 10 mal 9. (Den Weg zurück ist dabei schon mitgezählt.) Dreierkombinationen ergeben sich, indem ich einer Zweierkombi- nation eine dritte Zahl zugebe. Es gibt also 10*9*8 davon. Aber mit den Dreierkombi- nationen habe ich auch schon die Siebenerkombinationen berechnet. Denn die nicht in der Kombination enthaltenen 7 Restziffern, waren ja auch kombiniert. Genauso ergeben sich mit den 2er die 8er, mit den 6er die 5er. Und gesamt?
Zweierkombinationen
Achterkombinationen
10*9= 90
90
Dreierkombinationen Siebenerkombinationen
10*9*8= 720
720
Viererkombinationen Sechserkombinationen
10*9*8*7= 5040
5040
Fünferkombinationen
10*9*8*7*6= 30240
Neunerkombinationen
9
Zehnerkombinationen
1
Summe
43930
Es gibt also 43930 Verbindungskombinationen von nur zehn Zellen! Diese Zahl entspricht also der Anzahl an unterscheidbaren möglichen Bildern bei 10 Bildpunkten. Allerdings mit der Einschränkung, dass es nur schwarze und weiße Bildpunkte gibt. Ansonsten würde sich die Zahl an Kombinationen enorm erhöhen, denn eine Zelle würde nun nicht mehr entweder ein, oder ausgeschaltet, sondern verschieden aktiviert sein. Kann sie zehn verschiedene Graustufen repräsentieren, so wirkt das auf die Kombinationsmöglichkeiten wie eine Verzehnfachun g der Zellen.
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