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2.1.2 Vor- und Nachteile statistischer Netze
Das Lernziel eines Babys besteht vorerst darin, die Zusammenhänge der Welt zu durchschauen. Die Befriedigung seiner Bedürfnisse kann es erst später selbst über - nehmen. Jedes Objekt dieser Welt bildet in sich einen Zusammenhang. Seine Bildpunkte und seine Teile gehören zusammen und treten meist gemeinsam auf. Wir tret enz.B. immer mit unserem Kopf auf. Bayesianische Netzwerke registrieren solche statisti- sche Häufungen. So könnten sie eventuell dazu taugen das Figur/Grund-Problem zu lösen, indem sie Pixelgruppen, die oft gemeinsam auftreten, einer Figur zuordne n, weil die Pixelgruppen eine ähnliche Entfernung, Bewegung, Farbton und Strukturiert- heit besitzen, und so eine statistische Häufung darstellen. Der Hintergrund gehört nicht zu der Häufung. Abgesehen von räumlichen Zusammenhängen gibt es auch zeitliche. Dinge folgen wiederholt gleichermaßen aufeinander. Das Baby muss all diese Zusammenhänge kennenlernen, es muss Folgewirkungen und Tagesabläufe abschätzen l ernen. Solche Aufgaben sind mit bayesianischer Wahrscheinlichkeits-Prognostik möglich. Bayessche Netze orientieren sich an der assoziativen Konditionierung. Wenn oft auf A ein B folgt, dann kann eine Verbindung hergestellt werden, über die i n Zukunft ein Signal zu B fließen kann. So wird B schon vorausgeahnt (Brandherm 2000). Ohne solche Vorausahnung wäre kein planendes Handeln vorstellbar. Es wird also erlernt welche Reize etwas miteinander zu tun haben, und welche nicht. Dazu müssen alle Reize mit allen anderen eine potentielle Verbindung besitzen, die dann verstärkt wird oder eben nicht. So könnte ein Hund lernen, dass auf Glocke und Rotlicht Futter folgt.
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