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Wie die Welt in den Kopf kommt

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Genauer  kann  dieser  Prozess  aber  erst  durch  eine  Simulation  des  Signalflusses
studiert  werden.  Wichtig  ist,  dass  dabei  jeder  unterscheidbarer  Reiz  auch  einen
unterscheidbaren zeitcodierten Output bringt.  
5.1.8   Die Doppelgegenfarbenzellen Im Gehirn sind Zellen vorhanden, die  Farbgrenzen konturieren (Hubel 1989, S.192).
Die bisher besprochenen Gegenfarbenzellen haben eigentlich nur die Trennung von
Farbe  und  Helligkeit  hervorgebracht,  und  sie  haben  uns  dazu  gedient  Helligkeits-
grenzen  zu  konturieren.  Diese  Konturen  haben  wir nun der Konturrichtungsauswer-
tung zugeführt. Wir sind aber auch fähig Farbgrenzen zu erfassen. Wie können die
dazu notwendigen Zellen verschalten sein?  
Die  sogenannten  Doppelgegenfarbenzellen  schaffen  Konturen  wo  Farben  gleicher  
Helligkeit, aber unterschiedlicher Tönung vorliegen. Sie entstehen, w enn ein Gegen-
farben-Reaktionsbild mit benachbarten Zellen desselben Reaktionsbildes e ineZent-
rum/Umfeld-Verschaltung eingeht, und sich die Signale aufheben. Ich simuliere dies
wieder durch die Überblendung mit dem unscharfen Negativ (Wenngleich wir festge-
stellt haben, dass dies eine etwas zu vereinfachte Simulation ist). Als Testbi ld dient
uns das Ergebnis der Gegenfarben-Zellen. Um ein verwirrendes Ergebnis zu vermei-
den,  habe  ich  die  Helligkeitswechsel    im  Testbild  weggelassen,  deshalb  fehlen   die
kreisförmigen Konturen am Gegenfarben-Reaktonsbild.  
Die  Unschärfe  bestimmt  sich  ja  aus  der  Wahrscheinlichkeit  einer  Gleichger eiztheit
der Nachbarzellen. Diese Wahrscheinlichkeit wird bei diesen Farbauszügen ziemlich
groß  sein.  Man  bedenke,  dass  ein  ganzer  Wald  ohne  Licht  und  Schatten  zu  einer
einzigen grünen Fläche wird. Oftmals gleichgereizte Nachbarn führen zu durchlässi-
geren Voraussageverbindungen, weil ja ein größerer Voraussagebereich möglich ist.
Die  Signale  können  sich  also  weiter  ausbreiten,  was  ich  durch  größere  Unschärfe
simuliere.  
+ = So  entstehen  in  der  Simulation  des  Doppelgegenfarbenzellen-Reaktionsbildes  an
den Konturen keine Linien mehr, sondern breite Verläufe. Das mag der Grund sein,
warum  es  im  Anschluß  daran  im  Gehirn  zu  keiner  eigenen  Richtungsauswertung
mehr kommt. Dass eine solche Richtungsauswertung von Farbgrenzen ausbleibt, ist
nicht nur durch das Fehlen von Farbrichtungszellen nachgewiesen. Es wird  sichauch
bei den Texturbespielen später zeigen, dass wir die Richtung von Farbkonturen nicht
flächendeckend  parallel  über  das  ganze  Bild  hinweg  zu  verarbeiten  mögen.  Wohl
aber seriell, nacheinander.  
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Spezielle zerebrovaskuläre Krankheiten: Intrakranielle Blutungen, Thrombosen und Ischämien
von Darius G. Nabavi,
E. Bernd Ringelstein
Siehe auch:
Der ischämische Schlaganfall: Eine praxi...
Parkinson-Syndrome: Grundlagen, Diagnostik u...
Multiple Sklerose: Klinik, Diagnostik und Therapie
Neuromuskuläre Erkrankungen
Traumatische Schädigungen des Nervensystems
Paroxysmale Störungen in der Neurologie
 
   
 
     
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