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Wie die Welt in den Kopf kommt

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33.  Gegenläufiger  Spinn:  Die  Möglichkeit  des  Rückflusses  wurde  durch  die  Ge-
schraubtheit zeitlicher Verbindungen veranschaulicht, und durch den Gegenläufigen
Spinn der Signale von den Bedürfnissen. Sind die Signale, die von Zel len ohnegülti-
ge  Voraussage,  zum  Zwecke  der  Verbindungsfindung  ausgesendet  werden,  auch
gegenläufig gedreht, wirken sie, wie Bedürfnissignale, als Wegbere iter fürHandlun-
gen. =Lerntrieb.  
34.  Kreativität  und  neues  Verhalten:  Zellen,  deren  Sensitivität  noch  nie  durch
einen  Adaptionsprozess  eingeschränkt  wurde, sind so „laut adaptiert“, dass sie Zu-
fallsrauschen aufweisen. Zufällige Häufungen in diesem Rauschen führen zu Zufalls-
verbindungen, über die Zufallsverhalten entsteht.  
Wieso  daraus  sinnvolle  Verbindungen  hervorgehen:  Zufallsrauschen  führt  aber
nicht direkt zu bleibenden Verbindungen, weil die nächste umgekehrte  Häufung die
Verbindung  statistisch  wieder  aufhebt.  Das  Zufallsverhalten  kann  aber  Folgen  für
Körpersollwerte  haben,  die  nicht  zufällig  sind,  und  dann  wird  sinnvolles  Verhalten
selektiert und somit erlernt.  
4.1.8   Allgemeine Zusatzregeln:   Aus  der  Anwendung  des  Modells  am  Beispiel  des  visuellen  Systems  wird  sich  die
Notwendigkeit  für  zwei  Regeln  ergeben, die ich erst dort behandle. Die Regeln will
ich der Vollständigkeit halber trotzdem hier auflisten:  
35. Ab wann gelten zwei Reize als Gleich: Dieses Problem fällt unter die „Schwel-
lenwert-Probleme. Es hat sich folgende Regel als brauchbar erwiesen: Sig nalegel-
ten  demnach  dann  als  gleich,  wenn  ihre  Differenz  zueinander  geringer  ist ,als  die
Differenz, die sich im Durchschnitt zum Eigensignal der Empfängerzell e ergibt.  
36. Berechnung des Voraussagefehlers bei Sternzellen: Um den Voraussagefeh-
ler zu ermitteln müssen bei einer sternförmigen Verbindung mehrere Signale mit dem
Eigensignal der Zelle verglichen werden. Dabei wird nicht sofort ein Durchschnitt der
eintreffenden  Signale  gebildet  und  dieser  dem  Eigensignal  der  Zelle  gegenüberge-
stellt,  sondern  jedes  Signal  wird  einzeln  mit  dem  Eigensignal  der  Zelle  verglichen,
und  erst  danach  wird  ein  Durchschnitt  der  gesammelten  Abweichungen  gebildet.
Dieser stellt den gesamten Voraussagefehler dar.  
36 Regeln erscheinen viel, zumal die meisten davon direkt das Verhalten eines ein-
zelnen Neurons beschreiben. Aber eine Zelle ist ein ungeheuer komplexes Ding. Am
Beispiel der Einzeller sehen wir, dass eine Zelle sogar für sich lebensfähig sein kann.
Ich  halte  es  durchaus  für  möglich,  dass  ein  Neuron  wesentlich  mehr   ist,als  ein
Schalter.  Abgesehen  davon  bleibt  natürlich  zu  hoffen,  dass  sich  der  Regelhaufen
noch auf wenigere Gesetzmäßigkeiten vereinfachen lässt. Während der Entwicklung
dieses  Modells  waren  die  Regeln  zeitweise  schon  viel  zahlreicher  und  ließen   sich
dann immer weiter reduzieren.   
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Das adaptive Gehirn: Über Bewegung, Bewusstsein und Verhalten
Siehe auch:
Die Bobath-Therapie in der Erwachsenenneuro...
Erfahrungen mit dem Bobath-Konzept: Grun...
Strukturen und Funktionen begreifen, Band 1:...
Neustart im Kopf: Wie sich unser Gehirn selbst...
Praxis des Bobath-Konzepts: Grundlagen - H...
Durchblick - Wunder des Gehirns
 
   
 
     
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