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Wie die Welt in den Kopf kommt

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Wenn das Rücklaufsignal von den gegenwärtigen Sinnesreizen in die Vergangenheit
laufen kann, bis es sich aufgrund der Wiederstände der Leitungen verliert, was un-
terscheidet  dann  noch  Wahrnehmung  von  Vorstellung.  Antwort:  Wahrnehmung   be-
darf,     genauso     wie     motorische     Aktivität,     zusätzlich     noch     des     Echtze it-
Erwartungssignals. Dieses ist nur bei gegenwärtig vorhandenen Reizen  gegeben.  
Was ist nun der Effekt von einem Rücklaufsignal über die Gegenwart hinaus in d ie
Vergangenheit?  Diese  Rücklaufsignal  wird,  sofern  es  nicht  von  einem  stärkeren
überschrieben wird, unsere Aufmerksamkeit und unser Verhalten dahin lenken, dass
wir noch einmal die neue Situation betrachten, bzw die davor vollführten Handlungen
noch einmal setzen.  
Die  Handlungen  bringen  uns  also  wieder  in  die  eben  erlebte  Situation,  un ddabei
können die neu entstandenen Verbindungen gleich überprüft werde n. Bestätigen sie
sich  nicht,  so  entsteht  wieder  ein  Voraussagefehler,  wieder  eine  Chunkzelle,  die
wieder  neue  Verbindungen  aufbaut,  wobei  wieder  Rücklaufsignale  entstehen.  Der
Prozess  startet  so  oft  von  vorne,  bis  entweder  ein  gültiger  neuer  Zusammenhang
erkannt ist, oder Adaptionsprozesse die Reizschwelle der beteiligten Zel len so weit
hinaufgesetzt haben, dass die Lernversuche zum Stillstand kommen. An Kleinkindern
ist die Tendenz zum Lernen durch Wiederholung gut zu beobachten. Man denke nur
an das Spiel: Dose auf, Ding hinein, Dose zu. Dann wieder auf, Ding heraus, Dose
zu, und alles von vorne…
Die Vermutung, dass Aufmerksamkeit und der Erwerb von Körperkontrolle dem sel-
ben  Mechanismus  entspringt,  dass  ihnen  also  ein  allgemeiner  Lerntrieb  zugrunde-
liegt, ist relativ neu (Balkenius 2002).
3.7.4   Die  Notwendigkeit  des  Lerntriebes  für  den  Erwerb  der  Bewegungskon- tolle Es  ist  gewiss  so,  dass  ein  Baby  noch  kaum  eines  seiner  körperlichen  Bedü rfnisse
selbst erfüllen kann. Deshalb kommen diese für seine Aktivitäten als Auslöser nicht
in Frage. Der Hauptauslöser liegt somit beim Lerntrieb. Erst wenn das Baby genug
Einblick in die Welt erworben hat, und Voraussageverbindungen zu den körperlichen
Sollwerten entstanden sind, können diese wirksam werden. Damit es soweit kommt,
muss erst einmal der Lerntrieb in Kraft treten (vgl. WSA 2002.11.29).
 Genaugenommen  dürfte  das  Lernen  durch  Wiederholung  schon  beim  Embryo  be-
ginnen, also schon zu einer Zeit, wo sich das Gehirn entwickelt. Es ist anzunehmen,
dass  bereits  ein  Embryo  lernt,  seine  Bewegungen  ein  wenig  zu  kontrollieren.  Der
Prozess beginnt damit, dass Verbindungen geschaffen werden, wenn Reize oftmals
zeitgleich aktiv sind. Zum Beispiel die motorischen Zellen, die ein Bein  bewegen, und
die Gelenkssensoren, die die Bewegung des Beines rückmelden. Nehmen w ir an, die
Verbindung startet bei abgewinkeltem Gelenk und vollem Signal des Gelenksensors,
und führt zu einem Ausstrecken des Beines und damit verstummen des Gelenksen-
sors. Die Regel lautet also: Je mehr Aktivität zu den Muskeln kommt, desto  weniger
meldet der Gelenksensor. Die motorische Zelle wird mit der „Anti-Gelenksensorzelle“
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Die zerebralen Bewegungsstörungen im Säuglingsalter. Frühdiagnose und Frühtherapie
von Vaclav Vojta
Sonstige Artikel:
CD WISSEN Junior - Weltgeschichte in Geschichten. Streifzüge von den Anfängen bis zur Gegenwart, 6 CDs
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Mao: The Unknown Story
 
   
 
     
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