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dass Neuronen, die immer synchron zu schwingen beginnen, einer Verbindung be- dürfen, da sonst keine Informationsübertragung vorstellbar ist, die sie synchronisiert. So gesehen ist mein Werk zwar visuell erdacht, aber doch ein analytisches, und deshalb finde ich, es ist Philosophie! Ich würde meine Methode als analytische Visualisierung bezeichnen. Mir ist natürlich klar, dass Philosophie sprachlastig ist. Wittgenste in sagtDer Ge- danke ist der sinnvolle Satz. Das heißt, die Grenzen unserer Spra che sinddie Gren- zen des Denkens. Leonardo da Vinci wäre sogesehen kein Denker. Wittgenstein h at aber in seinem Spätwerk diesen Ansatz kritisiert (Störig 1992, S. 656). DieMethode der analytischen Visualisierung stellt eine Alternative zum Sprachdenken dar. Die Kategorien, von denen Kant annimmt, dass sie A prioi vorhanden sein müssen, damit Erkenntnis möglich ist, sind: Quantität, Qualität, Relation und Modalität, wobei er dem letzten Begriff folgende Untereinheiten gibt: möglich/unmöglic h, da/nicht, und notwendig/zufällig (Kant S. 119). Außerdem nennt er Raum und Zeit als notwendig existent. Das System, das ich hier entwickle, kann funktionieren, ohne a uf all dies näher einzugehen, denn die Existenz all dieser Kategorien ist einfach in derMaterie, bzw. in den Bausteinen des Systems erhalten. Lichtrezeptoren liefern die Qual ität Helligkeit. Ich muss mir keine Gedanken darüber machen, warum es Qualitäten geben kann. Das ist Aufgabe der Grundlagenphysik. So gesehen sind Kants Katego- rien eigentlich Bedingungen des Seienden, nicht bloß der Erkenntnis. Das ist nicht verwunderlich, denn bei Kant verschwimmen diese beiden Begriffe ineinan der.Er argumentiert, dass alles was wir als Seiend erleben, identisch i stmit allem was wir Erkennen. Zur Entwicklung eines künstlichen erkennenden Systems muss ich, ander s alsKant, diese Begriffe auseinanderhalten. Es gibt das Seiende, und den Teil des Seienden, den das System aufnimmt. Ich werde zeigen, wie ein solches System zu konzipieren ist. Meiner Ansicht nach, wird die bloß sprachanalytische Form der Erkenntnistheorie in dem Moment der Philosophiegeschichte angehören, wo ein künstlic hesWesen erschaffen ist, das die Welt in sich aufzunehmen vermag. Dann ist der al te Traum der Philosophie, den Erkenntniserwerb zu verstehen, Wirklichkeit geworden. D ieses Werk ist der erste Schritt dazu. Ich bin überzeugt, in 20 Jahren bewundern wir be- reits die Intelligenz der Kunst-Wesen.
Die wichtigsten Teilbereiche der Philosophie sind neben Erkenntnistheori e (zu der ich auch die Logik zähle) noch die Ästhetik und die Ethik. Es geht immer um Werte. Logik unterscheidet Wahr von Falsch, Ästhetik unterscheidet Schön und Hässlich oder Langweilig und Ethik unterscheidet Gut von Böse. Das hier dargestellte Hirnmodell fußt auf einer Theorie der Ästhetik, denn es benötigt eine gerichtete Aufmerksamkeit um zu lernen. Und es führt zu einer Th eoriedes Willens, die Grundlage der Ethik ist. Oft wird behauptet, ohne freien Willen erübrige sich die Frage nach Gut und Böse. Ich behaupte hingegen, dass gerade erst durc h die Beeinflussbarkeit unseres Willens Erziehung und die Diskussion um da sSollen einen Sinn hat.
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